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Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

März 2020

 

 

  • Mittwoch, den 4. März, 18:30 Uhr, Vortrag und Diskussion: Defender Europe 2020: Hintergründe zum größten US-Militärmanöver seit 25 Jahren
    mit Liam Krüger vom Bündnis "Bildung ohne Bundeswehr" (BoB)
    Veranstaltung im Rahmen des "Jour Fixe 185" - Gewerkschaftslinke Hamburg
    "Defender 2020 Europe" hat, anders als der Name vermuten lässt, nichts mit Verteidigung zu tun, sondern reiht sich ein in die aggressive EU/NATO-Expansionspolitik seit 1990. Vor allem in den Monaten April und Mai dieses Jahres werden Panzer, Soldaten und anderes Gerät über Deutschland und Polen bis an die russische Grenze, besonders ins Baltikum transportiert. Allein 20.000 US-Soldaten werden an dem Manöver beteiligt sein, dazu kommen 17.000 Soldaten aus anderen NATO-Ländern. Eine Kriegslogistik dieser Größe ist eine neue Stufe der Eskalation der westlich imperialistischen Länder gegen Russland und darf von uns, die kein Interesse an ihren Kriegen haben, nicht tatenlos hingenommen werden.
    Auch Deutschland nutzt dieses Manöver, um sich militärpolitische Vorteile zu sichern. Einerseits stimmt es natürlich nahtlos ein in die antirussische Aggression und möchte den Krieg gegen Russland proben. Andererseits positioniert sich die BRD in der NATO als zentraler Bereitsteller von Logistik und möchte in Zukunft den Platz als Drehscheibe für militärische Prozesse in Europa einnehmen.
    Der Referent wird im Vortrag die historischen Hintergründe des Manövers entwickeln, um davon die aktuelle Weltlage und den Kontext des Manövers Defender 2020 abzuleiten. Dann wird er das Manöver selbst darstellen, um zum Schluss auf die Frage einzugehen, ob uns wieder ein Krieg in Europa bevorsteht.
    Ort: Curiohaus Hamburg, Rothenbaumchaussee 15, Hofdurchgang
    Veranstalter: Jour Fixe - Gewerkschaftslinke Hamburg - weitere Informationen zur Veranstaltung

 

  • Mittwoch, den 4. März, 19 Uhr, Informations- und Diskussionsveranstaltung: US-Großmanöver "Defender 2020" in Deutschland und Osteuropa
    Was genau findet von Februar-Mai 2020 in Deutschland und Osteuropa statt? Was wollen die US-Truppen an der russischen Grenze? Warum üben sie dort für einen "großen Krieg"? Wie sind wir betroffen? Warum macht Deutschland in der ersten Reihe mit? Warum macht die Regierung unser Land zur logistischen Drehscheibe dieses US-Manövers? Haben wir es mit einer wachsenden Kriegsgefahr auch in Europa zu tun?
    Ort: Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20, R. 012/013 EG
    Veranstalter: Friedensinitiative Hamburg Süd - E-Mail: - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Samstag, den 7. März, 12 Uhr, Demonstration: Für das Recht aus Asyl und humanitäre Aufnahme in Europa! Abschottung tötet!
    Ausgangspunkt: Rathausmarkt

    Die Szenen an der türkisch-griechischen Grenze sind erschütternd. Mit Tränengas und Wasserwerfern werden Menschen auf der Flucht angegriffen, darunter auch Kinder. Schlauchboote werden attackiert und am Anlegen gehindert. Nun soll auch noch das Militär gegen die Schutzsuchenden mobilisiert werden. Statt zu helfen, werden Tote in Kauf genommen. Mit der Ankündigung, einen Monat lang keine Asylanträge mehr anzunehmen, will Griechenland mit Billigung der EU ein Grund- und Menschenrecht zeitweise außer Kraft setzen. Das ist illegal und inakzeptabel.
    Das gesamte Vorgehen widerspricht jedem Anspruch auf Humanität und Achtung der Menschenrechte, dem sich die Europäische Union verpflichtet hat. Menschenrechte müssen vor allem in schwierigen Situationen gelten, dann wenn sie herausgefordert werden - nicht nur, wenn ihre Einhaltung nichts kostet. Auch wenn die gegenwärtige Situation von der Türkei bewusst herbeigeführt worden ist, um Unterstützung für das militärische Vorgehen in Syrien zu erpressen, kann das keine Rechtfertigung für gewalttätiges Vorgehen gegen unbewaffnete Menschen auf der Flucht sein.
    Griechenland kann und soll nicht allein gelassen werden. Jetzt braucht es schnelle Zusagen für die Aufnahme von Geflüchteten - aus vielen Ländern und vielen Städten. Deutschland und Hamburg sollten dabei vorangehen, anstatt abzuwarten.
    Veranstalter: ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen (siehe Aufruf zur Demonstration)
    DGB und ver.di Hamburg unterstützen die Aufforderung zum humanitären Handeln und fordern ihre Mitglieder auf, an der Demonstration teilzunehmen.

 

  • ACHTUNG: VERANSTALTUNG FÄLLT AUS!
    Montag, den 16. März, 18:30-21 Uhr, Diskussion/Vortrag: Afghanistan: Frieden und Freiheit nur mit Frauenrechten
    mit der RAWA-Vertreterin Mehmooda (Pseudonym) aus Kabul. Sie wird die Situation von Frauen in Afghanistan sowie die politische Arbeit für Frauenrechte in einem Vortrag und einem kurzen Film vorstellen. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zur Diskussion.
    Die Frauenrechtsgruppe RAWA (Revolutionary Association of the Women of Afghanistan) kämpft für Menschenrechte, Frauenrechte und soziale Gerechtigkeit in Afghanistan. In der Organisation sind mehr als 2000 Frauen in Afghanistan aktiv. RAWA möchte afghanische Frauen in soziale und politische Aktivitäten einbeziehen, ihr Bewusstsein schärfen und ihnen helfen, sich zu organisieren, um einen Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit Afghanistans zu führen, der auch einen Kampf für ihre eigenen Rechte gegen die frauenfeindlichen und kriminellen Fundamentalisten bedeutet. Sie kritisiert die afghanische Regierung und die Internationale Gemeinschaft, die sich aus ihrer Sicht nicht für die Belange der afghanischen Bevölkerung einsetzen. Die derzeitigen Friedensgespräche zwischen den USA und den Taliban lehnt RAWA ab.
    Ort: Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12
    Veranstalter: Rosa-Luxemburg Stiftung in Kooperation mit dem Café der Kampagne "Gemeinsam Kämpfen" FLINT

 

  • ACHTUNG: VERANSTALTUNG FÄLLT AUS!
    Donnerstag, den 26. März, 19:30 Uhr, Diskussionsveranstaltung: Friedenstaube und Ostermarsch
    Der Ostermarsch ist der etwas andere Osterspaziergang, einer für den Erhalt des (brüchigen) Friedens und gegen jede Form von Kriegsvorbereitung und Kriegsunterstützung. "Rüstungsexporte stoppen!", "Abrüsten jetzt!", "Atomwaffen verschrotten!" – das sind Forderungen des diesjährigen Hamburger Ostermarsches. "Kulturzerstörung verhindern!" fügen wir hinzu.
    Holger Griebner vom ver.di-Arbeitskreis Frieden wird über den Sinn und die aktuelle Notwendigkeit einer aktiven Friedensbewegung sprechen und darüber, wie jede und jeder gegen die zunehmende Militarisierung von Politik und Gesellschaft wirksam werden kann.
    Ort: KulturWerkstatt Harburg, Kanalplatz 6
    Veranstalter: KulturWerkstatt Harburg - Flugblatt zur Veranstaltung

 

 

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.