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Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

Juni 2019
 
  • Sonnabend, den 1. Juni, 12-16 Uhr (Treffpunkt 11:30 Uhr), Kundgebung: INF Vertrag erhalten! Atomwaffen verbieten!
    Anlässlich des bundesweiten Aktionstags für den Erhalt des INF-Vertrags
    Der INF-Vertrag einschließlich der gegenseitigen Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen muss erhalten bleiben. Denn nach formeller Auflösung des INF-Vertrags wären alle rechtlichen Hindernisse für neue Mittelstreckenraketen in Europa beseitigt. Damit würde Europa wieder zum potenziellen Schlachtfeld für einen Atomkrieg.
    Bei der Kundgebung wird eine aufblasbare B61-12 präsentiert und die Passanten werden über das Ende des INF-Vertrags und die Modernisierung der Atomwaffen in Büchel informiert.
    Ort: Schleusenbrücke (am Rathausmarkt)
    Veranstalter: DVG-VK Hamburg und ICAN Hamburg

 

  • Donnerstag, den 6. Juni, 19:30 Uhr, Diskussionsveranstaltung: Hamburg sagt ja zum Verbot aller Atomwaffen!
    mit Dr. Lars Pohlmeier, ICAN, Bremen; Dr. Inga Blum, ICAN, Hamburg; Dr. Tim Stoberock, SPD, MdBü; Ulrike Sparr, Grüne, MdBü; Martin Dolzer, Linke, MdBü
    In der UNO wurde von 122 Staaten der Atomwaffenverbotsvertrag beschlossen. Er tritt in Kraft, sobald 50 Staaten ihn ratifiziert haben. Bislang haben 70 Staaten den Vertrag unterzeichnet und 23 Staaten ratifiziert. Doch kein NATO-Staat hat den Vertrag unterzeichnet, auch Deutschland nicht! Die Bundesregierung hält an der nuklearen Teilhabe fest. Die Blockade des Vertrags durch die Atomwaffenstaaten muss aufgebrochen werden!
    Zahlreiche Städte haben den Städteappell unterzeichnet, sich für den Verbotsvertrag einzusetzen, darunter Washington, Toronto, Sydney, Manchester und Los Angeles. In Deutschland haben sich bislang 20 Städte dem Appell angeschlossen, darunter Berlin, München und auch das Bundesland Bremen. In Hamburg haben 34 Bürgerschaftsabgeordnete den ICAN-Abgeordnetenappell unterzeichnet und sich damit verpflichtet, sich für den Verbotsvertrag einzusetzen: Die Fraktionen der Grünen und der Linken haben den Abgeordnetenappell komplett unterzeichnet sowie eine Reihe von Sozialdemokraten.
    Wir wollen zusammen mit Abgeordneten auf dieser Veranstaltung diskutieren, wie wir in Hamburg zu einem Bürgerschaftsbeschluss wie in Bremen kommen, mit dem der Senat aufgefordert wird, sich im Bund für die Unterzeichnung und die Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags einzusetzen.
    Ort: Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 15, Raum AB
    Veranstalter: Hamburger Forum und ICAN Hamburg - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Mittwoch, den 12. Juni, 18:30 Uhr, Veranstaltung: Nächster Kriegsschauplatz Europa?
    mit Jörg Kronauer, Journalist, Buchautor und Mitherausgeber der Nachrichtenagentur "German Foreign Policy"
    Die bisher unangefochten dominierenden USA werden ökonomisch gerade von China überholt und verlieren insbesondere in Asien und Afrika immer mehr an Einfluss. Unter Trump reagiert die Großmacht mit einem regelrechten Wirtschaftskrieg, der 2018 verkündeten, gegen China und Russland gerichteten neuen Militärstrategie und einer erheblichen Erhöhung des Rüstungshaushalts. Aus einer solchen Konfrontation einer alten imperialen Weltmacht mit aufsteigenden Rivalen sind schon die Weltkriege 1 und 2 entstanden.
    Die Staaten Europas sind nur gemeinsam in der Lage, im sich verschärfenden Kampf um die Vorherrschaft in der Welt zu agieren, doch die deutsche Machtposition hat die Gegensätze und Rivalitäten innerhalb der EU noch verstärkt. Die europäischen Mittelmächte verfolgen weiter in wachsender Konkurrenz zueinander das Ziel einer von ihnen dominierten imperialistischen Großmacht. Die tatsächlichen Großmächte USA und China wollen beide das Entstehen einer dritten (europäischen) Großmacht etwa unter deutscher Führung durchkreuzen. Zugleich aber kämpfen beide darum, Verbündete in Europa zu gewinnen, um sie gegen den jeweiligen strategischen Rivalen (China und Russland auf der einen und USA auf der anderen Seite) in Stellung zu bringen.
    Jörg Kronauer wird diese äußerst gefährliche, den Frieden bedrohende Gemengelage widerstreitender Interessen in Europa nachzeichnen. In der Diskussion wird es hauptsächlich um die Schlussfolgerungen für den Friedenskampf in unserem Land gehen.
    Ort: Aula der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Berliner Tor 21
    Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung
    Veranstalter: Masch, Hamburger Forum, ver.di Arbeitskreis Frieden, Bildung ohne Bundeswehr (BoB), ASTA der HAW, DIDF und Studierendeninitiative

 

  • Mittwoch, den 12. Juni, 19 Uhr, Vortrags-und Diskussionsveranstaltung: Das israelische Nationalstaatsgesetz und die aktuelle Situation in Israel und Palästina nach den Wahlen
    mit Dr. Yousef T. Jabareen, Israel, Rechtswissenschaftler, Autor und Abgeordneter der Vereinigten Arabischen Liste in der Knesset
    Dr. Jabareen wird über die Ergebnisse der jüngsten Wahlen in Israel berichten sowie über das israelische Nationalstaatsgesetz, das am 19. Juli 2018 von der Knesset verabschiedet wurde und nicht nur in Israel, sondern international und auch in Deutschland kontroverse Reaktionen ausgelöst hat. Das Gesetz schreibt den jüdischen Charakter des Staates Israel fest und zählt zu den Grundgesetzen, die in Israel einer Verfassung gleichkommen. Es gesteht nur dem jüdischen Volk das Selbstbestimmungsrecht zu und verweigert es den nichtjüdischen Minderheiten, den christlichen und moslemischen Arabern (Palästinensern) und den Drusen, die immerhin 20% der Bevölkerung Israels ausmachen. Weitere Grundprinzipien sind: Jerusalem, vollständig und vereint, ist die Hauptstadt Israels. Die Sprache des Staates ist Hebräisch. Arabisch (das bisher die zweite Amtssprache war) erhält einen "Sonderstatus".
    Hier wollen wir mit unserem Referenten die Frage diskutieren, welche Folgen dieses Gesetz für die genannten Minderheiten und insgesamt für die israelische Gesellschaft hat und wie die UNO und die internationale Gemeinschaft darauf reagieren sollten.
    Ort: Curio-Haus (Hinterhaus), Rothenbaumchaussee 15
    Veranstalter: Palästinensische Gemeinde in Hamburg und Umgebung - Deutschland. e.V.; Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V., Regionalgruppe Hamburg; Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V., Regionalgruppe Nord-Hamburg - Gefördert mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Donnerstag, den 13. Juni, 21 Uhr, Performance und Diskussion: FAQ-Room 27: Hiroshima MonsterGirl
    von und mit: Sachiko Hara
    Erinnere dich! Protestiere! Überlebe! (Hisashi Inoue)
    Nach einer Phase scheinbarer Entspannung und Abrüstung ab den 1990er Jahren ist die geplante Aufkündigung des INF-Vertrags zur Abrüstung von Mittelstreckenraketen durch Donald Trump ein weiterer Schritt der Kehrtwende in der weltweiten Atomwaffenpolitik - auch in Deutschland. Auf dem Atomwaffenstützpunkt Fliegerhorst Büchel in der Eifel sind bis zu 20 B61-Bomben des US-Militärs für die Verwendung durch Bundeswehrsoldaten stationiert. Jede dieser Bomben hat eine maximale Sprengkraft, die mit der von 13 Hiroshima-Bomben vergleichbar ist.
    Sachiko Hara, Schauspielerin am Schauspielhaus, setzt sich seit 2010 in ihrem "Hiroshima Salon" mit den Atombombenabwürfen auf Japan auseinander. Nach der ca. 30-minütigen Solo-Performance "Hiroshima MonsterGirl" wird sie mit Dr. Inga Blum (Ärztin, Mitglied der Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges [IPPNW] und Gründungsmitglied von ICAN) und Heidemarie Dann (Vertreterin des "Hiroshima-Bündnisses Hannover" und Mitglied der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei. jetzt.") über das neuerliche atomare Wettrüsten diskutieren.
    Ort: Deutsches SchauSpielHaus, Kirchenallee 39, Rangfoyer, Karten: € 13/erm. 7,50 - weitere Informationen

 

  • Samstag, den 15. Juni, 10-17 Uhr, Protestaktion: Kein den "Tag der Bundeswehr"
    Am 15. Juni wird zum fünften Mal der "Tag der Bundeswehr" gefeiert. Auch Hamburg ist Ausrichtungsort: in diesem Jahr lädt wieder die Bundeswehr-Universität (benannt nach SPD-Hardliner und Ex-Kanzler Helmut Schmidt) auf ihr Gelände in Hamburg-Jenfeld.
    Beim "Tag der Bundeswehr" geht es vor allem darum, das Militär als Teil der Gesellschaft zu inszenieren und den Rückhalt für die diversen Kriegseinsätze zu schaffen, an denen die Bundeswehr teils führend beteiligt ist. Außerdem sollen die Menschen sukzessive an das Militär gewöhnt werden, seine Gewalt soll normalisiert und die Gesellschaft militarisiert werden. Entsprechend werden auch immer Waffenshows an den beteiligten Standorten durchgeführt. Schließlich wollen Verteidigungsministern von der Leyen und die oberste Heeresleitung auch Imagewerbung machen und neue RekrutInnen gewinnen.
    All das lehnen wir ab. Deshalb werden wir gemeinsam auch in diesem Jahr den "Tag der Bundeswehr" nicht ohne Proteste und ohne Widerspruch geschehen lassen. Wir wollen Frieden statt Krieg, Dialog statt Militär und Perspektiven für Jugendliche statt Kasernenhof.
    Wer mit uns protestieren will, ist herzlich eingeladen! - weitere Informationen: https://ogy.de/ro7j
    Ort: vor dem Eingang der Bundeswehr-Universität (Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85)
    Veranstalter: Bildung ohne Bundeswehr (BoB); Deutsche Friedensgesellschaft (dfg-vk) - Regionalgruppe Hamburg

 

  • Sonntag, den 23. Juni, 17 Uhr, Benefizkonzert zugunsten von pbi Deutschland
    Am 23. Juni wird das "Trio Angelico" ein Benefizkonzert zugunsten der Arbeit von pbi Deutschland in der Melanchthonkirche in Hamburg-Othmarschen geben. Renate Zavada (Mezzosopran), Angelika Brauer (Quer- und Blockflöten) und Yuriko Asada (Klavier) werden Lieder und Kammermusik von der Barockzeit bis zur Gegenwart aufführen, unter anderem von J.S. Bach, C. Gounod, A. Dvorák, C. Saint- Saëns sowie Robert und Clara Schumann.
    Ort: Melanchthonkirche, Ebertallee 30 - der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich erbeten
    Veranstalter: peace brigades international e.V. (pbi)

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.