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Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

Februar 2020

 

 

  • Samstag, den 1. Februar, 13-17 Uhr, Fachtagung: Der Nahe Osten: Genozide und Perspektiven für eine Aussöhnung
    mit Dr. Nikolaus Brauns, Historiker, Berlin; Prof. Dr. Ian Ilhan Kizilhan, Duale Hochschule Villingen-Schwenningen; Dr. Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin, Hochschule Emden/Leer; Dr. Arzu Yilmaz, Politikwissenschaftlerin, Universität Hamburg
    Ort: W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34
    Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg in Kooperation mit dem Kurd-Akad. Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V. und Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit - weitere Informationen

 

  • Freitag, den 7. Februar, ab 18:30 Uhr, Fest für Frieden und Solidarität
    Der Krieg ist allgegenwärtig: ständig hören wir Nachrichten von neuen Toten und Millionen von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Gleichzeitig entsendet die Bundesregierung weiterhin Soldaten in alle Teile der Welt und rüstet die Bundeswehr weiter auf. Damit zeigt sie: Es besteht kein Interesse daran, dass die Kriege aufhören! Im Gegenteil, Kriege sind für die Bundesregierung zu einem normalen Mittel der deutschen Außenpolitik geworden. Und das für nur einen Zweck: Sie sollen den Weg frei machen für die Gewinnung neuer Märkte, Ressourcen und geostrategisch wichtige Positionen.
    Wir sind der Auffassung, dass Militarisierung und Krieg die Völker spalten, gegeneinander aufhetzen und zu Zerstörung, Hunger, Armut und den Tod von Millionen von Menschen führen. Deshalb sind das nicht unsere Kriege! Mit unserem Fest für Frieden und Solidarität setzen wir ein Zeichen: Treten wir gemeinsam ein für gute Arbeit, gute Bildung und eine lebenswerte Zukunft und gegen Krieg und Militarisierung!
    Neben einer Podiumsdiskussion mit Özlem Alev Demirel (Europaabgeordnete), Gunda Weidmüller (Hamburg Forum), Deniz Celik (Bürgerschaftsabgeordneter) und Dilan Baran (Vorsitzende DIDF Hamburg) wird es auch ein kulturelles Programm mit den Künstlern Mikail Aslan, Holger Burner und Linda Moulhem Arous geben.
    Ort: Musiksaal, Besenbinderhof 57a - der Eintritt ist frei - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: DIDF Hamburg (Föderation demokratischer Arbeitervereine); unterstützt von der GEW Hamburg und dem Hamburger Forum

 

  • Mittwoch, den 12. Februar, 19 Uhr, Veranstaltung: Die Krise der AKP und der Angriffskrieg auf Rojava
    mit Max Zirngast, Aktivist, Journalist und Autor
    Anfang Oktober startete die Türkei gemeinsam mit ihren dschihadistischen Milizen erneut einen Angriffskrieg, anschließend folgte die Besatzung weiterer Teile Rojavas. Angriffe und Bombardierungen finden weiterhin statt; die dort lebende Bevölkerung, Kurd*innen, Assyrer*innen und viele weitere ethnische und religiöse Minderheiten, sieht sich gezwungen, die Region zu verlassen. Ganz im Sinne Erdoğans: de facto soll eine türkische Kolonie entstehen und das emanzipatorische Gesellschaftsprojekt der autonomen Selbstverwaltung zerschlagen werden. Innenpolitisch versucht Erdoğan, mit dem Krieg von der Wirtschaftskrise und den Abspaltungen der AKP abzulenken.
    Max Zirngast saß 2018 wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung in türkischer Haft. Gemeinsam mit ihm wollen wir die innen- und außenpolitischen sowie ökonomischen Interessen Erdoğans und seiner Verbündeten beleuchten und sie in einen Zusammengang mit dem Angriffskrieg auf Rojava setzen. Zudem stellt sich die Frage nach der Perspektive der auf Krieg und Nationalismus gebauten Herrschaft Erdoğans sowie der Rolle der Opposition innerhalb der Türkei.
    Ort: Tatort Kurdistan Café, Centro Sociale, Sternstr. 2 - Flugblatt zur Veranstaltung - weitere Informationen
    Veranstalter: Tatort Kurdistan Café in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

 

  • Donnerstag, den 13. Februar, 18-20 Uhr, Öffentliche Diskussionsveranstaltung: Parteiendiskussion zur Hamburger Flüchtlingspolitik
    Am vergangenen Montag hat die "Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit" in Zusammenarbeit mit dem BHFI ein kritisches Diskussionsforum zur Flüchtlingspolitik in Hamburg veranstaltet. Gemeinsam wurden die politischen und rechtlichen Handlungsspielräume der Stadt Hamburg im Bereich Flucht und Asyl ausgelotet und Forderungen an die Landespolitik abgeleitet. Wir wollen die Politiker(innen) und Parteien mit den auf dem Fluchtgipfel erarbeiteten Forderungen konfrontieren.
    Auf dem Podium diskutieren: Antje Möller, Bündnis 90/Die Grünen; Kazim Abaci, SPD; Jörg Hamann, CDU; Carola Ensslen, Die Linke; Ron Schumacher, FDP
    Moderation: Felix Wieneke, Diakonisches Werk Hamburg
    Ort: Hauptkirche St. Petri, Bei der Petrikirche 2
    Veranstalter: Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen - weitere Informationen: https://www.einspruch2020.de

 

  • Donnerstag, den 13. Februar, 19 Uhr, Diskussionsveranstaltung: Nein zu Defender 2020 - Ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung
    mit Peter Klemm (Attac AG Frieden) und Dr. Horst Leps (Friedensbewegung SH und Ostseespezialist)
    Ab Januar 2020 werden die USA mit Unterstützung der NATO-Verbündeten 20.000 Soldaten in Europa anlanden und schweres Kriegsgerät durch Deutschland und Polen an die russische Grenze ins Baltikum transportieren. Eine Kriegslogistik, wie es sie seit dem Ende des Kalten Krieges noch nicht gab, wird schrittweise in immer größerer Nähe zu Russland aufgebaut.
    Es handelt sich um eine US-Übung unter Einschluss von NATO-Verbänden. Ihr offizielles Ziel ist auf militärischer Ebene, die rasche Verlegbarkeit von US-Truppen nach Europa zu üben. Aber das politische Ziel ist, die "Stabilität Europas" zu testen, d.h. auszuprobieren, ob wir den Einmarsch von US-Truppen unterstützen.
    Schon 2014 sagte ein US-General, es komme auf die "Stabilität" Europas an. Das heißt nichts anderes, als dass die USA ihre Möglichkeiten, Europa als Gefechtsfeld zu nutzen, austesten wollen. Deshalb ist Defender weit von einer auf Verteidigung abstellenden Militäraktion entfernt. Im Gegenteil, es handelt sich um eine Anheizung der Konflikte mit Russland, und die Reaktionen Russlands richten sich dann auf Europa und nicht auf die USA.
    Ein ähnlich großes Manöver wurde von der NATO mit 50.000 Soldaten im Ostseeraum durchgeführt. Dort agierten die "feindlichen" Truppen so nah beieinander, dass US-Militärs bereits davon phantasierten, dass ein versehentlicher Flug eines "feindlichen" Flugzeugs über ein fremdes Territorium und dessen Abschuss einen Atomkrieg auslösen könnte.
    Dagegen hilft nur eine konkrete Entspannungspolitik, die z.B. eine entmilitarisierte Zone in dieser Region vorsehen könnte. Auf jeden Fall muss die Politik zur Diplomatie zurückkehren: Frieden und Entspannung sind nur gemeinsam mit Russland möglich. Vorschläge dazu wird Dr. Horst Leps ausführen.
    Veranstalter: Attac Hamburg, AG Frieden - Flugblatt zur Veranstaltung
    Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34

 

  • Donnerstag, den 20. Februar, 19 Uhr, Veranstaltung: Hamburg: Mittlerin des Friedens oder Tor, das der Welt den Tod bringt?
    mit Axel Richter, Künstler, Haus am Schüberg, Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte; Martin Dolzer, MdHB und Bürgerschaftskandidat für Die Linke); Holger Griebner, Friedensaktivist, Gewerkschafter & Spitzenkandidat für Die Linke im Wahlkreis 7
    Von Hamburg soll Frieden und Völkerfreundschaft ausgehen: So wurde es in der Landesverfassung nach zwei Weltkriegen und Faschismus formuliert. Es ist die historische Verantwortung der Stadt, dafür zu sorgen, dass ihre in der Verfassung beschriebene Aufgabe, "Mittlerin des Friedens" zu sein, erfüllt wird. Ihre Lage am Hafen, die Internationalität der Bevölkerung, vielfältige Friedensinitiativen, die Solidarität mit Geflüchteten, Städtepartnerschaften und die Mitgliedschaft Hamburgs in "Mayors for Peace" sind gute Grundlagen dafür.
    Politische Realität ist aber auch: Über den Hamburger Hafen werden Waffen in alle Welt verschifft, Hochschulen werden für Rüstungsforschung missbraucht, und die Bundeswehr wirbt in Schulen schon Minderjährige für einen "todsicheren" Job an. In Hamburg und Umland produzieren mehr als 90 Unternehmen Rüstungsgüter, und im Hafen werden jährlich über 1000 Container mit tödlicher Fracht verladen, auch an diktatorische Länder wie Saudi-Arabien und die Türkei. Transportiert werden Kriegsschiffe, Bomben, Panzer, Panzerwagen, Kleinwaffen und allein 17,5 Tonnen Munition durchschnittlich pro Tag, um nur einige Beispiele zu nennen. So wird Hamburg ein Tor, das der Welt den Tod bringt und zudem Tausende von Menschen zu Geflüchteten macht. Wir sagen: Das muß ein Ende haben!
    Die Volksinitiative gegen Rüstungsexporte (www.ziviler-hafen.de), ein Bündnis aus politischen, gewerkschaftlichen und kirchlichen Gruppen hat sich zum Ziel gesetzt, jeglichen Umschlag von Rüstungsgütern im Hamburger Hafen ein für allemal zu verbieten. Mit den InitiatorInnen und Aktiven der Volksinitiative wollen wir über ihre Ziele und deren Umsetzung diskutieren.
    Ort: Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: Die Linke, Bezirksverband Hamburg-Mitte; Die Linke Hamburg, AG Frieden und Internationale Politik

 

  • Montag, den 24. Februar, 18 Uhr, Veranstaltung: Krieg um die Köpfe - Warum und wie wirbt die Bundeswehr an Schulen und Unis und wie können wir dagegen vorgehen?
    Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr!
    Das Engagement der Bundeswehr im Bildungs-Bereich, vornehmlich den Schulen, ist mittlerweile landauf, landab nicht zu übersehen. Tagesausflüge ganzer Klassen in Kasernen und sogar Klassenfahrten werden von ihr organisiert, Jugendoffiziere gestalten Unterrichtsstunden, Werbeanzeigen und redaktionelle Texte werden in Schülerzeitungen wie auch Jugendmagazinen lanciert und an Ausbildungsinformationstagen ist wie selbstverständlich ein Stand der Bundeswehr vor Ort.
    Tatsächlich soll zum einen das Bild eines Großunternehmens vermittelt werden, das breite Ausbildungs- und Karrierechancen bietet, zum anderen wird Abenteuertum und „action“ betont – beim alljährlich an alle Schulen verschickten BW-Preisausschreiben können ganze Klassen z.B. eine Woche bei der Luftwaffe auf Sardinien gewinnen und das „BW-Adventure-Camp“ wird u.a. so beworben: "Eine coole Berghütte der Bundeswehr ist extra für euch reserviert – das klingt nach Party." Die GEW, die sich auch als Teil der weltweiten Friedensbewegung versteht, engagiert sich und unterstützt die bestehenden Bündnisse bzw. nutzt auch ihre eigenen Möglichkeiten, um Kolleg*innen, Schüler*innen und auch Eltern auf die Problemlage aufmerksam zu machen.
    Auf dieser Veranstaltung stellt Tony C. Schwarz, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hessen, dar, warum und wie die Bundeswehr an Schulen und Unis wirbt, was es noch für Aktivitäten gibt, auf Jugendliche einzuwirken, und wie wir dagegen vorgehen können.
    Ort: GEW, Rothenbaumchaussee 15, Raum A - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: GEW, DGF-VK, BoB (Bildung ohne Bundeswehr), AStA HAW und Hamburger Forum

 

  • Donnerstag, den 27. Februar, 20 Uhr, Veranstaltung: Warum Rojava? Autonomie und Demokratie im syrischen Bürgerkrieg
    Seit November 2013 hat die kurdische Bevölkerung im Norden Syriens (kurdisch: Rojava) ein Gesellschaftsmodell etabliert, das es sich inmitten des syrischen Bürgerkrieges zur Aufgabe gemacht hat, den Nationalstaat hinter sich zu lassen und an dessen Stelle ein konsens-basiertes Regierungssystem zu setzen, das auf Basisdemokratie, ökologischem Wirtschaften und Geschlechtergerechtigkeit aufbaut. Gegenwärtig ist dieses Modell existentiell in Frage gestellt. Donald Trump zog im September 2019 die US-amerikanischen Truppen aus der Region ab – in vollem Bewusstsein darüber, was die Bevölkerung erwarten würde. Nur zwei Tage später startete die Türkei einen Angriffskrieg gegen die Gebiete.
    Aber wie funktioniert das Gesellschaftsmodell Rojava in der Praxis? Kann es in einer vom Neoliberalismus ausgezehrten Welt, die den fatalen Regierungsformen aus Korruption, Religion und Gewalt mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert ist, ein Modell für die notwendigen zukünftigen Gesellschaften sein? Wird es sich zwischen den Angriffen der türkischen Armee und der Konsolidierung des syrischen Regimes behaupten können? Und was sind die europäischen und deutschen Interessen in dieser Region?
    Nach einer filmischen Einführung in die Thematik diskutieren: Ilham Ahmed (Co-Vorsitzende des Demokratischen Rats Syriens [SDC] aus der demokratischen Föderation Nordsyrien); Thomas Seibert (politischer Philosoph und Menschenchtsreferent von medico international); Margarita Tsomou (Professorin für zeitgenössische Theaterpraxis an der Hochschule Osnabrück).
    Ort: Schauspielhaus Hamburg, Kirchenallee - weitere Infos und Kartenbestellung

 

  • Freitag, den 28. Februar, 16-17:30 Uhr Kundgebung / 18:30 Uhr Protestaktion bei Ankunft der Gäste - mit Töpfen und Kochlöffeln:
    Eine friedliche und soziale Welt bauen - Nein zu NATO-Militarismus und sozialer Ungleichheit - Nein zum Matthiae-Mahl

    Dieses Jahr erfordert der Aufwand für die hochrangigen Gäste beim Matthiae-Mahl des Hamburger Senats unseren Protest in ganz besonderer Weise: NATO-Generalsekretär Stoltenberg und Außenminister Maas sind als Ehrengäste eingeladen – und das in Zeiten massiver Aufrüstung und militärischer Aggression seitens der NATO!
    Armut von Vielen und kriegerische Aggression, wer will das?
    Ort: Rathausmarkt - Flugblatt zur Kundgebung/Protestaktion
    Veranstalter: zahlreiche Hamburger Organisationen und Initiativen

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.