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Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

Mai 2019
 
  • Dienstag, den 7. Mai, 19 Uhr, Veranstaltung: Die europäische Flüchtlingspolitik und ihre Auswirkungen
    Europa verschiebt kontinuierlich seine Außengrenzen. Zusätzlich zur klassischen Grenzsicherung im Mittelmeer hat die Europäische Union Vereinbarungen zur Verhinderung von Migration mit den teils diktatorischen und korrupten Regimen in der Türkei, im Niger, im Sudan, in Eritrea, Libyen und anderen Staaten geschlossen. Menschenrechte spielen dabei keine Rolle.
    Immer häufiger werden Zahlungen aus Europa an Maßnahmen der Migrationskontrolle geknüpft. Ziel ist es, möglichst wenig Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten nach Europa kommen zu lassen.
    Anlässlich der bevorstehenden Wahl zum Europäischen Parlament wird uns der Referent Olaf Bernau (transnationales Basisnetzwerk Afrique-Europe-Interact) Näheres über die Folgen dieser Vereinbarungen, den aktuellen Stand der EU-Politik und die Bedingungen für Geflüchtete innerhalb Europas berichten.
    Ort: Centro Sociale, Feldstr. 2 - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: Attac Hamburg, Europa AG

 

  • Mittwoch, den 15., und Donnerstag, den 16. Mai, jeweils 8:45 Uhr: Aktionen zum Sparkassentag: Raus aus Kohle und Rüstung!
    Am 15. und 16. Mai findet in Hamburg der Sparkassentag statt. Zu diesem Anlass organisiert die Umweltorganisation "urgewald" Aktionen gegen das Investment in Kohle und Rüstung:
    Die Fondsgesellschaft Deka Investment investiert in die Kohle- und Rüstungsindustrie. Eigentümer der Deka Investment sind die Sparkassen, die auch die Fonds der Deka Investment an ihre Kunden vertreiben.
    Urgewald fordert, dass die Deka Investment Unternehmen aus Ihren Fonds ausschließen soll, die Rüstungsgüter an kriegführende Staaten liefern oder besonders kontroverse Waffensysteme (ABC- und autonome Waffen) herstellen und die trotz Klimakrise am Kohlegeschäft festhalten oder es sogar ausbauen wollen.
    Treffpunkt: Messe Eingang Ost, St.-Petersburger-Straße/Bei den Kirchhöfen
    Veranstalter: urgewald - Faltblatt zur Aktion

 

  • Mittwoch, den 15. Mai, 18 Uhr, Kundgebung: 71 Jahre Nakba - Freiheit für Palästina
    Am 15. Mai 1948, einen Tag nach der Gründung des Staates Israel, begannen zionistische Milizen die palästinensische Bevölkerung zu vertreiben. 700 000 Menschen verloren in den folgenden Tagen ihre Heimat, viele weitere wurden ermordet. Frauen, Kinder, Zivilisten - die Terroristen im Auftrag des Imperialismus machten da keinen Unterschied. Dies dauert bis heute an und die Opfer sind inzwischen unzählbar. Israel hat mehrfach sein Staatsgebiet durch Kriege und Annexion arabischen Landes erweitert und bis heute rauben Siedler in der Westbank das Land der Palästinenser, vertreiben diese und besetzen es mit Unterstützung der zionistischen Armee.
    Unterstützt den Widerstand des Palästinensichen Volkes!
    Kommt zur Kundgebung am Nakba-Tag!
    Ort: Carl-von-Ossietzky-Platz (St.Georg) Veranstalter: Revolutionäres Kollektiv Hamburg; Nopasaran Hamburg; Palästina-Arbeitskleis PalAk - Flugblatt zur Kundgebung

 

  • Samstag, den 18. Mai, 14:30 Uhr, Verlegung von zwei Stolpersteinen an der Langenhorner Chaussee 623
    Anfang 1944 flohen aus der Munitionsfabrik "Hanseatisches Kettenwerk" zwei Strafgefangene. Otto Berger und Karl-Heinz Barthel waren Luftwaffenangehörige aus den Fliegerhorsten Schleswig, die 1943 wegen Urlaubsübertretung und Wehrkraftzersetzung verurteilt worden waren, ihre Strafe im Zuchthaus Fuhlsbüttel verbüßten und im Kettenwerk in der Rüstungsproduktion arbeiten mussten. Nach der Flucht wurden sie in Berlin gefasst und am 6. Juli 1944 in Plötzensee hingerichtet.
    Die Stolpersteine erinnern exemplarisch an die sogenannten "Kriminellen" im NS-Regime, die in vielen Fällen wegen neuer und verschärfter Straftat-Paragrafen wie "Asozialität", "Wehrkraftzersetzung" und "Rassenschande" verurteilt worden waren. Viele der Überlebenden ringen noch heute um eine späte Anerkennung als Verfolgte des Naziregimes.
    Ort: Eingangsbereich Bürogebäude, Langenhorner Chaussee 623 (U-Bf. Ochsenzoll)
    Veranstalter: Willi-Bredel-Gesellschaft – Geschichtswerkstatt e.V. - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Samstag, den 18. Mai, 16 Uhr, BoB-Café mit Film zum Kosovokrieg
    Am 24. März 1999, also vor 20 Jahren, begann mit der "Operation Allied Force" der erste Angriffskrieg von deutschem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg. Die NATO überfiel und bombardierte mit deutscher Beteiligung die Republik Jugoslawien. Um diesen Tabubruch in der Bundesrepublik politisch durchzusetzen, griff die damalige rot-grüne Bundesregierung um Bundeskanzler Gerhard Schröder, Außenminister Joseph Fischer und Verteidigungsminister Rudolf Scharping zur äußersten propagandistischen Waffe: Sie behauptete, eine Beteiligung am Krieg sei notwendig "wegen Auschwitz".
    In ihrem Dokumentarfilm "Es begann mit einer Lüge" (2001) zeigen die Autoren Mathias Werth und Jo Angerer, wie der "Kosovokrieg" in Deutschland propagandistisch vorbereitet wurde. In unserem BoB-Café am kommenden Samstag gucken wir gemeinsam den Film. Im Anschluss gibt es Raum für Diskussion über den Film, aber auch über die Folgen des Kriegseinsatzes. Das alles geschieht in lockerer Atmosphäre. Wer unser Bündnis also einmal kennenlernen will, sich für den Film oder antimilitaristische Arbeit in Hamburg interessiert, ist herzlich eingeladen!
    Ort: Internationales Zentrum B5 (Brigittenstr. 5)
    Veranstalter: Bildung ohne Bundeswehr (BoB)

 

  • Sonntag, dem 19. Mai, ab 12 Uhr, Demonstration: Ein Europa für Alle - Deine Stimme gegen Nationalismus!
    Auftakt: 12 Uhr Rathausmarkt
    Demo-Route: Rathausmarkt - Jungfernstieg - Valentinskamp - Ludwig-Erhard-Straße - Deichtorplatz - Klosterwall - Mönckebergstraße - Rathausmarkt
    Veranstalter: zahlreiche Hamburger Organisationen und Initiativen - weitere Informationen
    In Berlin, Frankfurt, Köln, Leipzig, München und Stuttgart finden am gleichen Tag weitere Europa-Großdemonstrationen statt. Die Kooperation für den Frieden ruft die Mitglieder der ihr angeschlossenen Organisationen und Initiativen sowie alle friedensbewegten Menschen auf, sich an diesen Demos zu beteiligen. Aufruf der Kooperation für den Frieden
    In Hamburg ruft auch das Hamburger Forum zur Beteiligung auf: Flugblatt des Hamburger Forums

 

  • Dienstag, den 21. Mai, 19 Uhr, Veranstaltung: Die EU: Friedensprojekt oder Militärmacht?
    Gemeinhin gilt die Europäische Union als Friedensprojekt, das sogar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Was aber zwischen den Mitgliedern der EU gelten mag, sieht gegenüber europäischen Ländern, die nicht der EU angehören, und Staaten, die für Mitglieder oder die EU als Ganzem interessant sind, ganz anders aus. Immer häufiger tritt die EU oder einzelne Mitgliedsländer mit deren stillschweigender Unterstützung oder als politischer Flankenschutz der NATO mit bewaffneten Kräften auf. In Ländern und auf Verkehrswegen, die für die Rohstoffversorgung wichtig sind, stehen Truppen aus der EU. Die Bundeskanzlerin plant schon einen europäischen Flugzeugträger.
    Über das militärische Agieren der EU, deren Aufrüstung und die aktuelle Zuspitzung diskutieren der Hamburger Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke Fabio de Masi, der Sprecher des bundesweiten Friedensratschlags Lühr Henken und Olaf Harms, ehrenamtlicher Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di.
    Ort: SerrahnEINS, Serrahnstr. 1 am Bergedorfer Hafen - Der Eintritt ist frei - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: Friedensinitiative Bergedorf und KulturForum Serrahn

 

  • Dienstag, den 21. Mai, 19:15 Uhr, Veranstaltung: Hamburg für das Atomwaffenverbot
    mit Inga Blum, ICAN
    ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, die 2017 den Friedensnobelpreis erhalten hat, ist auch in Hamburg aktiv. Auch hier bemüht sich die Organisation darum, dass sich Bürgerschaft und Senat für die Unterzeichnung und Ratifizierung des UN-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen durch die Bundesregierung einsetzen, wie dies auch andere deutsche Städte schon beschlossen haben. Während sich die Bundesregierung weiterhin weigert, dem UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen beizutreten, regt sich auf Länder- und Städteebene zunehmend Widerstand.
    Inga Blum, Gründungsmitglied von ICAN, wird einen Vortrag über diese Kampagne halten und mit uns diskutieren, wie sie in Hamburg gelingen kann.
    Ort: Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, Raum 112/113 im 1. OG
    Veranstalter: AG FiP (Arbeitsgemeinschaft Frieden und internationale Politik) der Partei Die Linke

 

  • Mittwoch, den 22. Mai, 19 bis 21:30 Uhr, Veranstaltung: Europa - wohin geht`s? Kirchen fragen KandidatInnen
    Veranstaltung im Rahmen der Europawoche mit Vertreter/innen der Parteien: Laura Frick (SPD), Dr. Anke Frieling (CDU), Sergey Lagodinsky (Bündnis90/Die Grünen), Andreas Moring (FDP), Martin Dolzer (Die Linke), Julian Flak (AFD)
    Anlässlich der Europawahlen am 26. Mai 2019 befragen die Kirchen die sechs Kandidat(inn)en anhand von Wahlprüfsteinen zu Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa. Im Rahmen der Ökumenischen Konsultation für Gerechtigkeit und Frieden (ÖKGF) wurden in Zusammenarbeit mehrerer Organisationen, darunter auch Church and Peace, friedenspolitische Wahlprüfsteine zur Wahl zum Europäischen Parlament vom 23.-26. Mai 2019 erarbeitet. Weitere Infos unter: https://www.church-and-peace.org
    Veranstalterinnen: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg und Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit; in Kooperation mit dem Referat Friedensbildung der Nordkirche, Fluchtpunkt und Church and Peace - Flugblatt zur Veranstaltung
    Ort: Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12 in 20457 Hamburg

 

  • Sonntag, den 26. Mai, 15-17 Uhr, Szenische Lesung: Krieg? Ohne uns! - Militärstreik und Desertion im 1. Weltkrieg
    Mit Rudi Friedrich und Talib Richard Vogl: Trompete, Gitarre, Gesang, Lesung
    An die Tradition der einstigen Klotzfeste anknüpfend laden wir zur Aktion "Krieg ohne uns!" am neuen Deserteursdenkmal ein. Höhepunkt ist die Inszenierung von Connection e.V. über die Fahnenfluchten und Militärstreiks im Ersten Weltkrieg.
    Ort: Deserteursdenkmal, unweit Stephansplatz (S-Dammtor oder U-Stephansplatz) - Flugblatt zur Veranstaltung
    Veranstalter: Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal

 

  • Dienstag, den 28. Mai, 19 Uhr, Veranstaltung: Stopp Air Base Ramstein - Keinen Drohnenkrieg!
    Vortrag und Diskussion mit Reiner Braun, Kampagne"Stopp Air Base Ramstein" und Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB)
    Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtswidriger Angriffskriege. Die meisten tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen werden über die dortige Satelliten-Relaisstation durchgeführt. In Pakistan, Jemen und Somalia wurden so fast 5.000 Menschen außergerichtlich getötet - sowie über 13.000 im Afghanistan-Krieg. Ungezählte Opfer gab es durch US-Drohnen im Irak, in Syrien und in Libyen. Die große Mehrzahl der Opfer waren Unbeteiligte wie Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Mordbefehle werden per Joystick über die Satelliten-Relaisstation in Ramstein an die jeweiligen Drohnen übermittelt.
    Außergerichtliches Töten von BürgerInnen anderer Staaten auf deren Territorien verstößt nicht nur gegen die Menschenrechts-Charta der UNO und gegen das Völkerrecht, sondern auch - wenn das Verbrechen von deutschem Hoheitsgebiet ausgeht - gegen unser Grundgesetz. Dagegen wendet sich die Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" und fordert vom Deutschen Bundestag und von der Bundesregierung, den USA die Nutzung von Ramstein als Basis zur Drohnenkriegsführung zu verbieten und die Satelliten-Relaisstation zu schließen, zugleich selbst auf die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr zu verzichten und die Einführung von Kampfrobotern im Militär zu ächten.
    Ort: W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32-34, Altona
    Veranstalter: attac Hamburg und Hamburger Forum - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Freitag, den 31. Mai, 19 Uhr, Filmabend mit anschließender Diskussion: Die israelische Siedlerbewegung
    Gezeigt wird der Film Die Siedler (von Shimon Dotan)
    Seit Israels entscheidendem Sieg im Sechstagekrieg im Jahr 1967 haben sich israelische Bürger in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes angesiedelt. Der Dokumentarfilm "Die Siedler" zeigt ungewöhnliche Einblicke in das Leben der Pioniere der Siedlerbewegung und einer schillernden Gruppe von jungen radikalen Siedlern. Es ist eine eindringliche Betrachtung der umstrittenen Bewegung, die gewaltigen Einfluss auf die Zukunft der Schicksalsgemeinschaft von Israel und Palästina hat.
    Ort: Kulturladen St.Georg, Alexanderstr.16 (U-Bahn Lohmühlenstraße) - der Eintritt ist frei
    Veranstalter: Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V., Regionalgruppe Hamburg; Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V., Regionalgruppe Nord-Hamburg; Palästinensische Gemeinde in Hamburg und Umgebung. Deutschland e.V

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.