Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

 

August 2022

 

 

  • Montag, den 1. August , 17 Uhr, Gedenkfeier für die "Altona Vier"
    Bruno Tesch, Karl Wolff, Walter Möller und August Lütgens waren und bleiben uns Vorbild im Kampf für soziale Gerechtigkeit, gegen Faschismus und Krieg.
    Am 1. August 1933 wurden sie mit dem Handbeil im Hof des Gerichts in Altona brutal hingerichtet. Sie sind die ersten Opfer der Nazi-Justiz. Verurteilt wurden die vier nicht für angeblich begangene Straftaten, sondern für ihre Gesinnung, für ihren Widerstand gegen den erstarkenden Faschismus, für ihre Feindschaft gegenüber SA und SS, für ihre Zugehörigkeit zur KPD.
    Ort: Max-Brauer-Allee, hinter dem Amtsgericht Altona (Zugang über Gerichtsstraße)
    Veranstalter: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Hamburg-Altona - Flyer zur Gedenkfeier

 

  • Dienstag, den 2. August, 18 Uhr, Filmabend: "Schlacht um Moskau" (1985)
    Koproduktion UdSSR, ČSSR, Vietnam und DDR (Defa)
    Teil 1, "Die Aggression"; Regie und Drehbuch: Juri Oserow (1921-2001); Dauer: 2,5 Std.
    Am 22. Juni 1941 überfiel Hitlerdeutschland die Sowjetunion. Kurz vor der Toren Moskaus brach der "Blitzkrieg" zusammen und die Sowjetunion leitete die Gegenoffensive ein. Der 2-teilige Monumentalfilm schildert in einer Montage aus Spielfilm und Dokumentarmaterial authentisch die Vorbereitung der faschistischen Aggression und das Scheitern der Blitzkriegsstrategie.
    Der "Große Vaterländische Krieg", wie der antifaschistische Verteidigungskrieg in der Sowjetunion hieß, brachte die Rote Armee im Land in die exponierteste Position. Die Armee war nun in allen Lebensbereichen, vor allem in Staat und Politik, präsent. Inwieweit spielen diese Verhältnisse in der aktuellen Situation eine Rolle? Darüber wollen wir nach dem Film sprechen und uns austauschen.
    Ort: Bürgerhaus Langenhorn, Tangstedter Landstraße 41 (U-Bahn Langenhorn-Markt)
    Einlass frei (ab 17:30); Spende erwünscht
    Veranstalter: Olmo e.V. und Initiative MIR 

 

  • Mittwoch, den 3. August, 19 Uhr, Veranstaltung zum Jahrestag des Genozids an den Ezid:innen und zur Situation im Şengal
    Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Angriffe berichtet Marlene Förster über die aktuelle Situation im Şengal, ihre Recherchen und die Strukturen der Selbstverwaltung.
    Am 3. August jährt sich der Beginn des 74. Genozids an der ezidischen Bevölkerung im Şengal. 2014 griff der sog. Islamische Staat die Ezid:innen dort an, massakrierte Tausende von Menschen und verschleppte ca. 7000 Frauen in die Sklaverei. Eine Handvoll dürftig bewaffneter Zivilist:innen, Kämpfer:innen der Guerilla der PKK sowie der YPG/YPJ ermöglichten einen Fluchtweg in das Şengal-Gebirge und nach Nordostsyrien.
    Noch heute sind die Auswirkungen des Genozids in der Region massiv. Bislang wurden 81 Massengräber lokalisiert, viele Frauen befinden sich noch heute in der Gewalt von IS-Anhänger:innen und Tausende Menschen gelten als vermisst.
    Die Journalistin Marlene Förster sowie ihr slowenischer Kollege Matej Kavčič hielten sich zuletzt mehrere Monate in der Region auf, um zu gesellschaftlichen Entwicklung der ezidischen Gemeinschaft nach dem Genozid zu recherchieren. Im April wurden beide von der irakischen Armee verhaftet und nach einem Monat abgeschoben.
    Ort: TATORT Kurdistan Café, Centro Sociale, Sternstraße 2 - Flyer zur Veranstaltung

 

  • Samstag, den 6. August, 12 Uhr, Kundgebung des Hamburger Forums zum Hiroshimatag: Atomwaffen abschaffen! Atomkraftwerke abbauen!
    Ort: Gänsemarkt
    Am 6. August 1945 warf ein US-Bomber eine Atombombe über Hiroshima ab. In der folgenden riesigen Explosions- und Hitzewelle wurden ungefähr 80 Prozent der japanischen Hafenstadt sofort zerstört. Am 9. August fiel eine weitere Atombombe auf Nagasaki. Insgesamt wurden 200 000 Menschen getötet und über 100 000 verwundet, darunter auch viele Zwangsarbeiter aus Korea und China. In den Jahrzehnten danach und bis heute gab es unzählige Opfer aufgrund der langfristigen Strahlenfolgen. Zum Zeitpunkt der Bombenabwürfe stand die Kapitulation Japans ohnehin bevor. Ziel der US-Führung war nicht die Beschleunigung der Kapitulation, sondern eine Demonstration ihrer Macht – und ein Test der beiden Bomben unterschiedlicher Bauart unter realen Bedingungen. Für diese Kriegsverbrechen wurden die USA nie zur Verantwortung gezogen.
    Atombombe und Atomkraftwerk (AKW) sind zwei Seiten einer Medaille: Wer die Technik zur Energieerzeugung importiert, erwirbt damit zugleich technische und materielle Voraussetzungen zum Bau von Atombomben! Staaten, die den Angriff einer Atommacht befürchten, bemühen sich darum, Kenntnisse und Fähigkeiten zum Umgang mit nuklearem Material ins Land zu holen. Vor allem aus diesem Grund werden AKWs zur Stromerzeugung eingesetzt – trotz der Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima und gegen jede wirtschaftliche Vernunft!
    Der einzige Schutz vor weiterer nuklearer Verseuchung der Erde besteht in der Vernichtung aller Atomwaffen, dem Abbau aller AKWs und der internationalen Kontrolle aller Strahlenquellen aus militärischer und „friedlicher“ Nutzung!
    Flugblatt zur Kundgebung

 

  • Montag, den 29. August, 18 Uhr, Vortrag und Diskussion zum Antikriegstag 2022:
    Der Aufmarsch – Vorgeschichte zum Krieg. Russland, China und der Westen

    mit Jörg Kronauer
    Der Autor Jörg Kronauer analysiert die Vorgeschichte des russischen Krieges gegen die Ukraine. Er beleuchtet die globalen Machtverhältnisse und stellt Thesen für den Erhalt des Friedens in der Welt auf.
    Ort: KLUB im Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 62
    Veranstalter: Arbeitskreis Frieden in ver.di Hamburg – Flyer zur Veranstaltung

 

 

 

September 2022

 

  • Donnerstag, den 1. September, 17 Uhr, Demonstration zum Antikriegstag 2022
    • Alle Kriege beenden!
    • Für Waffenstillstand und Verhandlungen!
    • Gegen Aufrüstung, Sanktionen und Waffenlieferungen!
    • Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

    Ausgangspunkt: Hachmannplatz (am Hauptbahnhof)

    Veranstalter: Hamburger Forum - Flugblatt und Plakat zum Antikriegstag 2022

 

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.