Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

 

Juni 2022

 

 

  • Mittwoch, den 1. Juni, 19 Uhr, Tatort Kurdistan Café: Ökozid, ökologische Kriegsführung und Widerstand von Mexiko bis Rojava
    Im offiziellen Diskurs eines „nachhaltigen Kapitalismus“ und im Narrativ von „Entwicklung, Fortschritt und Moderne“ sowie „westlichen Werten“ werden Imperialismus und koloniale Kontinuitäten erwartungsgemäß ausgeblendet. Wer denkt schon an Militarisierung, Rohstoffabbau, Landraub, Kriminalisierung, Verfolgung und Ökozid, wenn es um ein „harmloses Infrastrukturprojekt“ im Süden Mexikos geht? Und wer denkt bei der "Deutschen Bahn" an ein in über einhundert Länder agierendes Unternehmen?
    Im Vernichtungskrieg des türkischen Staats gegen die KurdInnen und andere Minderheiten in Rojava und Südkurdistan, wo neben schwerem Kriegsgerät, verbotenen Kampfmitteln und Drohnen auch die Natur als Waffe gegen die Bevölkerung missbraucht wird, scheint die Sache eindeutiger. Es werden systematisch Wälder verbrannt, Flüsse gestaut und Felder angezündet. Doch auch hier decken die NATO-Staaten und allen voran die deutsche Bundesregierung das brutale Vorgehen des türkischen Staates und seiner Helfer.
    Im Tatort Kurdistan Café erwartet euch ein Vortrag von Victor (Recherche AG Netz der Rebellion) und Pawel (Initiative Demokratischer Konföderalismus). Im anschließenden Gespräch mit den beiden wollen wir den Fragen nachgehen, wie der Widerstand gegen Ökozid und Vertreibung in den beiden vorgestellten Kontexten aussieht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt und welche konkreten Möglichkeiten der internationalen Solidarität in Deutschland bestehen.
    Ort: Centro Sociale (Sternstraße 2)
    Veranstalter: Tatort Kurdistan Hamburg - Flyer zur Veranstaltung

 

  • Donnerstag, den 2. Juni, 19-21 Uhr, Online-Veranstaltung: Frieden schaffen ohne Waffen? Alternative Ansätze zur Konfliktunterbrechung im Krieg in der Ukraine
    Diskussionsveranstaltung der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen - im Rahmen des "Friedensforums".
    Der Krieg in der Ukraine zeigt sehr deutlich, dass Gewalt wiederum Gewalt produziert. Die Gewaltspirale dreht sich immer weiter nach "unten". Dennoch scheint die Vorstellung, in einem Krieg mit gewaltlosen Mitteln zu interagieren, vielen naiv und in Bezug auf die vom Krieg Betroffenen verantwortungslos oder gar zynisch.
    Wir wollen deshalb mit unseren Gesprächspartner:innen, die über Erfahrungen in praktischer Versöhnungsarbeit verfügen, über die Kraft und die Möglichkeiten des gewaltlosen Widerstandes ins Gespräch kommen.
    Nach einer einführenden Podiumsdiskussion wird viel Zeit für Austausch sein.
    Es diskutieren: Dr. Dana Jirouš, Politikwissenschaftlerin, OWEN - Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.; Pastor Benjamin Isaak-Krauß, Mennonitengemeinde Frankfurt/Main; Rudi Friedrich, Geschäftsführer connection e.V. - Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure - Moderation: Dr. Marie Anne Subklew, Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen
    Veranstalter: Universität Hamburg, Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen
    Zoom: https://us06web.zoom.us/j/81537097907pwd=aWF6YnJEZ3dDdWRVRExjQkhta0dNZz09 - Meeting-ID: 815 3709 7907 - Kenncode: mennos
    Rückfragen bitte an ; Tel. 040 42838-1789 (Geschäftszimmer)

 

  • Samstag, den 18. Juni, und Sonntag, den 19. Juni: Wochenende der Solidarität mit ALLEN Schutzsuchenden
    • 18. Juni, 15 Uhr, Kundgebung zur Solidarität mit den Menschen in Afghanistan
      Ort: Jungfernstieg, Flaggenplatz
    • 19. Juni, Aktionstag anlässlich des Weltflüchtlingstags 2022: ALL REFUGEES ARE WELCOME!
      Gleiche Rechte für alle Zuflucht suchenden Menschen!
      - 14 Uhr Kundgebung mit Infoständen, Platz der Deutschen Einheit (Elbphilharmonie)
      - 15 Uhr, Demo auf dem Wasser - KLIMA-GEFLÜCHTETE SCHÜTZEN! - mit Kayaks auf beiden Seiten der Mahatma-Gandhi-Brücke (Elphi)
    Veranstalter: AG Flucht der Solidarischen Stadt Hamburg und Unterstützer – Flyer zur Kundgebung am 18. Juni und zum Aktionstag am 19. Juni

 

  • Samstag, den 25.Juni, 19 Uhr, Veranstaltung: Stoppt den Krieg – Gewerkschafter:innen gegen Waffenlieferungen
    Hafenarbeiter aus Genua berichten!

    Seit 2017 kam es in europäischen Häfen zu Aktionen von Hafenarbeitern gegen Waffentransporte; unter anderem gab es Blockade- und Streikaktionen in den Häfen von Bilbao, Le Havre, Santander, Genua, Fos sur Mer, Antwerpen, Tilbury und Cherbourg.
    Auch wenn diese Aktionen die Waffentransporte nicht vollständig verhindern konnten, sind sie ein Stachel in den Augen der Kriegstreiber aller Länder. Während der italienische Staat die Aktivisten mit Ermittlungen und Verfahren überzieht, um durch die Repression weitere Blockaden zu verhindern, erhalten sie internationale Solidarität von Gewerkschafter:innen und Bewegungen aus aller Welt.
    Wir wollen mit Vertretern des Hafenarbeiterkollektivs Colletivo Autonomo Lavoratori Portuali (CALP) (Autonomes Hafenarbeiterkollektiv) über ihre Aktivitäten sprechen und darüber diskutieren, welche weiteren Aktivitäten möglich sind.
    Ort: Besenbinderhof 60, Gewerkschaftshaus E9, Raum St. Georg
    Veranstalter: Ortsverein des FB 08 im ver.di-Fachbereich A; Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg; unterstützt vom AK Frieden in ver.di Hamburg – Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Montag, den 27. Juni, 19:30 Uhr, Vortrag und Buchvorstellung: Wir wollen unsere Freiheit, und wir wollen sie JETZT!
    Kein Frieden für Palästina: Besatzung, Widerstand und der lange Krieg gegen Gaza

    mit der Autorin Helga Baumgarten, Professorin für Politikwissenschaft an der palästinensischen Universität Birzeit im Westjordanland
    Achtung, geänderter Ort: Universitätsgelände, Von Melle Park 5, Syntagma Pavillon der Studierenden, gegenüber der alten HWP und  gegenüber dem HASPA-Café
    Veranstalter: Palästinensische Gemeinde in Hamburg und Umgebung. Deutschland e. V.; Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V. Regionalgruppe Hamburg; Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e. V., Regionalgruppe Hamburg – Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Dienstag, den 28. Juni, 18 Uhr, Veranstaltung: Nachdenken über den Krieg
    Durch die Invasion russischer Truppen in der Ukraine am 24. Februar ist aus dem dort jahrelang herrschenden Bürgerkrieg ein ausgewachsener Krieg geworden. Als kritische WissenschaftlerInnen ist es uns wichtig, den aktuellen Krieg über einzelne Ereignisse und konkrete politische Fragen hinaus zu analysieren. Dazu werden Christin Bernhold, Jürgen Oßenbrügge, Christof Parnreiter und Jürgen Scheffran den Krieg in der Ukraine im Kontext geopolitischer und globalhistorischer Entwicklungen beleuchten.
    Ort: Geomatikum (Bundesstraße 55), H 1
    Veranstalter: Universität Hamburg, Institut für Geographie - Flyer zur Veranstaltung

 

  • Donnerstag, den 30. Juni, 16-22 Uhr, Auftaktveranstaltung zum Hamburg-Tribunal: FRIEDEN BEGINNT HIER!
    Diskussion und Vorstellung der Tribunal-Idee mit Mitgliedern der Jury und Experten: Prof. Norman Paech, Dr. Gisela Penteker, Ulrich Tilgner, Nelly Carcamo Vargas, Christina Escobar, Dr. Michael Brune und Jürgen Grässlin.
    Das Hamburg Tribunal wird in Kooperation mit der Bertrand Russell Peace Foundation und mit Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen durchgeführt.
    Musik: Ashraf Sharif Khan, Dieter Dehm und die Invisible Swans
    Ort: Rathausmarkt
    Veranstalter: Friedenskultur und Friedensbildung e.V. - Flugblatt zur Veranstaltung

 

 

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.