Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

 

August 2021

 

 

  • Dienstag, den 3. August, 11 Uhr, Gedenk- und Protestkundgebung: Für fünf Minuten das Leben anhalten – am 3. August, dem internationalen Aktionstag gegen den andauernden Genozid und Feminizid an Ezid:innen
    Der Hamburger Frauenrat Rojbîn ruft zu einer Kundgebung zum Gedenken an den 7. Jahrestag des andauernden Genozids und Feminizids an den Ezid:innen in Şengal/Sinjar auf.
    Ort: Ottensener Hauptstraße vor Mercado
    Am 3. August 2014 überfiel die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) Şengal mit dem Ziel, eine der ältesten Religionsgemeinschaften auszulöschen: Die Ezidinnen und Eziden. Durch systematische Massakrierung, Vergewaltigung, Folterung, Vertreibung, Versklavung von Mädchen und Frauen sowie der Zwangsrekrutierung von Jungen als Kindersoldaten erlebte die ezidische Gemeinschaft den von ihr als Ferman bezeichneten 74. Völkermord in ihrer Geschichte. Mindestens 10.000 Menschen fielen nach Schätzungen den Massakern des IS zum Opfer. Mehr als 400.000 Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Über 7.000 Frauen und Kinder wurden verschleppt, Bis heute werden 2.800 Frauen und Kinder vermisst. Daher stellt dieser Genozid in seiner Form zugleich auch einen Feminizid dar.
    In Hamburg fanden in den letzten Jahren Prozesse gegen IS-Rückkehrerinnen am Hamburger OLG statt. Die Prozessführung zeigt jedoch, dass eine Anerkennung des Genozids und Feminizids sowie eine tiefgreifende Aufarbeitung der Kriegsverbrechen insbesondere an den Ezid:innen in ungenügendem Maße stattfinden.

 

  • Freitag, den 6. August, 15 Uhr, Veranstaltung anlässlich des Hiroshima-Gedenktages am 6. August:
    Hiroshima ist überall - Die vergessenen Opfer der Atomwaffentests im Pazifik

    Es sprechen: Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Lisann Drews, IPPNW/ICAN, Sachiko Hara vom Schauspielhaus Hamburg, Bene Hoffmann, ehemaliger Steuermann auf der Rainbow Warrior, Prof. Meitaka Kendall-Lekka, College of the Marshall Islands, Ingrid Schilsky, Pazifik-Netzwerk e.V.; Moderation: Dr. Inga Blum und Ute Rippel-Lau, IPPNW/ICAN
    Ort: Hamburg-Haus Eimsbüttel, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg
    Coronabedingt dürfen nur 55 Personen (inklusive Referenten) mit Maske teilnehmen. Auch sollen alle Teilnehmer einen Impfnachweis oder einen tagesaktuellen Test mitbringen. Für alle, die nicht dabei sein können, ist geplant, die Veranstaltung entweder zu streamen oder aufzuzeichnen.
    Veranstalter: IPPNW/ICAN Hamburg - Flugblatt zur Veranstaltung

 

  • Freitag, den 6. August, 18:30 Uhr, Jungfernstieg/Alsteranleger, Kundgebung zum Hiroshima-Tag 2021

    Am 6. August 1945 warf ein US-Bomber eine Atombombe über Hiroshima ab. In der folgenden riesigen Explosions- und Hitzewelle wurden ungefähr 80 Prozent der japanischen Hafenstadt sofort zerstört. Am 9. August fiel eine weitere Atombombe auf Nagasaki. Insgesamt wurden 200 000 Menschen getötet und über 100 000 verwundet, darunter auch viele Zwangsarbeiter aus Korea und China. In den Jahrzehnten danach und bis heute gab es unzählige Opfer aufgrund der langfristigen Strahlenfolgen. Zum Zeitpunkt der Bombenabwürfe stand die Kapitulation Japans ohnehin bevor. Ziel der US-Führung war nicht die Beschleunigung der Kapitulation, sondern eine Demonstration ihrer Macht – und ein Test der beiden Bomben unterschiedlicher Bauart unter realen Bedingungen. Für diese Kriegsverbrechen wurden die USA nie zur Verantwortung gezogen.
    In der Folgezeit kam es zum atomaren Wettrüsten und zur Verbreitung kerntechnischer Anlagen überall auf der Welt. Wer die Technik zur Kernenergieerzeugung importiert, erwirbt damit technische und materielle Fähigkeiten zum Bau von Atombomben. Vor allem aus diesem Grund wurden und werden Atomkraftwerke immer noch zur Stromerzeugung eingesetzt – trotz der Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima und gegen jede wirtschaftliche Vernunft, denn Atomkraft ist die teuerste Art der Energieerzeugung. Solange es Atomwaffen gibt, werden weitere Staaten die Atomtechnik übernehmen und ausbauen, um perspektivisch mit einem atomaren Gegenschlag drohen zu können.
    • Der einzige Schutz vor weiterer nuklearer Verseuchung der Erde besteht in der Vernichtung aller Atomwaffen, dem Abbau aller AKWs und der internationalen Kontrolle aller Strahlenquellen aus militärischer und „friedlicher“ Nutzung!

    Es sprechen: Anna Staufenbiel-Wandschneider, IPPNW, und Julian Bothe, .ausgestrahlt; es singt Kai Degenhardt
    Veranstalter: Hamburger Forum - Flugblatt zur Kundgebung

 

  • Sonntag, den 8. August, 13 Uhr, Demonstration: Wir schauen nicht weg, Seenotrettung ist #unverhandelbar!
    Start: 13 Uhr Landungsbrücken - Abschlusskundgebung: 14.30 Uhr Fischmarkt

    Wir fordern von der aktuellen und zukünftigen Bundesregierung, dass sie vehement an der Umsetzung folgender Ziele arbeitet:
    • Alle zivilen Rettungsschiffe freilassen & die zivile Seenotrettung unterstützen!
    • Die Unterstützung der sogenannten Libyschen Küstenwache sowie alle Push- und Pullbacks im Mittelmeer sofort beenden!
    • Ein europäisches Seenotrettungsprogramm etablieren!
    • Sichere und legale Fluchtwege nach Europa einrichten!

    Bitte beachtet die Maßnahmen zum Infektionsschutz: Tragt eine medizinische Maske und haltet Abstände zu anderen Teilnehmenden ein.

    Veranstalter: Seebrücke Hamburg und Sea-Watch - unterstützt von: Alarmphone; Flüchtlingsrat Hamburg; Hamburg-Asyl; RESQSHIP; Sea-Eye; SOS Mediterranee

 

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.