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Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

Oktober 2019

 

 

  • Dienstag, den 1. Oktober, 19 Uhr, Veranstaltung: Es fehlen 43 und viele mehr! Ayotzinapa und deutsche Waffen in Mexiko
    mit Prof. Christof Parnreiter (Universität Hamburg).
    Am 26. September 2014 verschwanden im mexikanischen Bundesstaat Guerrero 43 politisch aktive Studenten der Pädagogischen Fachhochschule Ayotzinapa. An der Entführung und mutmaßlichen Ermordung wirkten wahrscheinlich staatliche Repressionsorgane, Drogenbanden und VertreterInnen der politisch-ökonomischen Eliten des Landes zusammen. Bis heute ist der Verbleib der 43 Studenten ungeklärt.
    Bei der Entführung kamen, wie in zahlreichen anderen Fällen im mexikanischen Krieg im Innern, auch deutsche Waffen zum Einsatz. Die Firma Heckler & Koch exportiert seit Langem tausende G36-Sturmgewehre nach Mexiko, auch nach Guerrero, wo die Studenten verschleppt wurden. Im Jahr 2018 genehmigte die Bundesregierung wieder Waffenlieferungen im Wert von über 8,6 Millionen Euro nach Mexiko.
    Christof Parnreiter wird anlässlich des fünften Jahrestags die Hintergründe zur Entführung der 43 Studenten darlegen und mit uns die Rolle der deutschen Waffenindustrie im Krieg im Innern Mexikos diskutieren.
    Ort: HAW Hamburg, Berliner Tor 5
    Veranstalter: Bildung ohne Bundeswehr (BoB) – weitere Informationen

 

  • Samstag, den 12. Oktober, 15 Uhr, Demonstration: Solidarität mit Rojava
    FRIEDEN für Rojava und ganz Syrien - NEIN zum Krieg

    Ausgangspunkt: S-Sternschanze
    Der Angriff der hochgerüsteten NATO-Armee der Türkei gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien ist völkerrechtswidrig und verstärkt weltweit die Terrorgefahr. Und mit dabei sind Militärlastwagen und Kampfpanzer aus deutscher Produktion!
    Tausende Tote und hunderttausende Menschen auf der Flucht können die Folge dieses Angriffs sein. Es droht nicht nur die Besetzung und Zerschlagung Rojavas, sondern auch eine direkte militärische Konfrontation mit den Streitkräften des Assad-Regimes und Russlands.
    Der türkische Präsident Erdogan sagt es offen: Er möchte die Volksbefreiungseinheiten YPG/YPJ vertreiben und den gesamten nördlichen Teil Syriens unter seine Kontrolle bringen. Für die türkische Propaganda sind die YPG/YPJ "Terroristen". Tatsächlich haben diese mehrheitlich kurdischen Einheiten den entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Zurückdrängung des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) geleistet.
    Die Gründe für den Hass Erdogans auf Rojava und die YPG/YPJ sind andere:
    Erstens wird mit dem Angriff der aggressiv-nationalistische Plan der Wiedererrichtung des Osmanischen Reichs umgesetzt, für den die Türkei Teile Syriens und des Irak annektieren möchte - und dies soll zugleich von den innenpolitischen Schwierigkeiten und der Wirtschaftskrise ablenken.
    Zweitens fürchten Erdogan und die anderen diktatorischen Regionalmächte das Beispiel einer erfolgreichen demokratischen Selbstverwaltung, eines säkularen Gegenmodells zum Islamismus, einer Gesellschaft, in der die Frauen eine aktive und selbstbewusste Rolle spielen und in der die Rechte von Minderheiten geachtet werden.
    Wir fordern:
    • Eine klare Positionierung der deutschen Regierung gegen die Aggression der Türkei und deren Verurteilung im Rahmen der NATO und der UNO
    • Den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte und jeder militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei
    • Ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Rojava und ein Ende der juristischen und polizeilichen Verfolgung der kurdischen Vereine in Deutschland
    Veranstalter: Bündnis zahlreicher Hamburger Gruppen und Initiativen: "Hamburg für Rojava" - Aufruf zur Demonstration
    Das Netzwerk Friedenskooperative sammelt Unterschriften unter diesen Appell an Bundesregierung und Bundestag: Für den Stopp der Türkischen Offensive

 

  • Mittwoch, den 23. Oktober, 19 Uhr, Vortrag und Diskussion: Hamburg für das Atomwaffenverbot
    Die Gruppe ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons / Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) erhielt 2017 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz zugunsten des Atomwaffen-Verbotsvertrags der UN-Vollversammlung. Mithilfe einer Präsentation der Hamburger ICAN-Gruppe möchten wir zeigen, warum wir uns für den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag einsetzen, und gemeinsam diskutieren, welchen Beitrag wir von Niendorf aus für das Verbot aller Atomwaffen leisten können.
    Ort: Alte Schule, Tibarg 34
    Veranstalter: Friedensinitiative Niendorf - Flugblatt zur Veranstaltung

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.