Friedenspolitische Termine in Hamburg

Auf dieser Seite dokumentieren wir friedenspolitische Veranstaltungen in Hamburg im aktuellen Monat und in den Folgemonaten.

Die Seite wird regelmäßig wöchentlich aktualisiert. Bitte teilt uns (möglichst frühzeitig) Eure Aktivitäten und Veranstaltungen mit:

 

 

 

September 2021

 

 

  • Mittwoch, den 1. September, DGB-Aktionen zum Antikriegstag
    • 10 Uhr, Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer von Krieg und Faschismus des Friedhofs Ohlsdorf
      Der Antikriegstag erinnert an die Gräueltaten von Nazi-Deutschland, die verheerenden Auswirkungen und die über 80 Millionen Toten beider Weltkriege. So etwas darf sich nie wiederholen. Zukünftige Generationen müssen wissen, was geschehen ist und welch unermessliches Leid die Weltkriege gebracht haben. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns für Freiheit und Humanität und eine friedliche Koexistenz aller Völker einzusetzen. Rassismus und Ausgrenzung dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.
      Veranstalter: DGB Hamburg
    • 15 Uhr, Kundgebung und Hissen der Friedensfahne vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof 60
      Gemeinsam mit dem Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AVS), der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) und dem Auschwitz-Komitee kommen wir am Antikriegstag, dem 1. September, zusammen, um für den Frieden einzustehen und an die Gräueltaten der NS-Vergangenheit zu erinnern.
      Es sprechen: Katja Karger, Deutscher Gewerkschaftsbund Hamburg; Wolfgang Kopitzsch, Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten; Cornelia Kerth, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes; Helga Obens – Auschwitz-Komitee

    Aufruf und Erklärung des DGB zum Antikriegstag

 

  • Mittwoch, den 1. September, 16 Uhr, Demonstration zum Antikriegstag: Gegen Militarismus und Krieg!
    Auftaktkundgebung: 16 Uhr, Gänsemarkt: Die Demonstration startet um 16.30 Uhr
    Ab 17.30 Uhr als Abschluss: Ver.di-Kundgebung auf dem St.-Pauli-Fischmarkt
    (s. unten)
    Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall des faschistischen Deutschland auf Polen der 2. Weltkrieg. Dieser Krieg brachte unendliches Leid über die Menschheit, er forderte weltweit über 55 Millionen Tote, Tausende Dörfer und Städte wurden zerstört.
    In diesen Tagen ging der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr zu Ende, der unsere Lehre aus dem 2. Weltkrieg erneut bestätigt, dass Krieg kein Mittel der Politik sein darf. Der Afghanistankrieg der USA und ihrer Verbündeten kostete Hunderttausende Menschen das Leben, das Land wurde destabilisiert und zerstört, eine sinnvolle gesellschaftliche Entwicklung wurde unmöglich gemacht. Hauptleidtragende ist die Bevölkerung des geschundenen Landes, aber auch 59 Bundeswehrsoldaten ließen ihr Leben, viele kehrten traumatisiert aus dem Krieg zurück. Am Ende des Einsatzes ist die Bilanz verheerend.
    Doch Militär und etablierte Politik ziehen daraus die Lehre, noch stärker aufzurüsten, um den nächsten Krieg nicht mehr zu verlieren. Deutschland hat in den letzten Jahren seinen Militärhaushalt stark erhöht, er soll noch weiter steigen. Als neue Feinde werden Russland und China ausgemacht.
    Dieser Militarisierung stellen wir uns entgegen! Wir fordern von der alten und der künftigen Bundesregierung:
    • Entspannungspolitik mit Russland und China
    • Senkung des Rüstungshaushalts
    • Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag
    • Verbot von Rüstungsexporten

    Veranstalter: Hamburger Forum - Flugblatt und Plakat zur Demonstration

    Das Bündnis Bildung ohne Bundeswehr (BoB) ruft gemeinsam mit diversen Jugendorganisationen zur Teilnahme an der Demonstration "Gegen Militarismus und Krieg!" auf: Poster der Jugendorganisationen zum Antikriegstag
     

 

  • Mittwoch, den 1. September, 17.30 Uhr, ver.di-Kundgebung zum Antikriegstag
    mit Alessandro Capuzzo, Aktivist bei Mediterraneo Mar de Paz, Trieste, Italien; Malte Klingforth, Hafenarbeiter, ver.di Hamburg, BR Gesamthafenbetrieb; Frank Bomball, Hafenarbeiter, ver.di Hamburg BR Eurogate; Monika Koops, AK Frieden ver.di Hamburg, Volksinitiative Ziviler Hafen; Moderation: Doris Heinemann-Brooks, ver.di Gewerkschaftsrat, PR Hamburg Port Authority
    Musik: The Popular Initiative
    Aus der Präambel der Hamburger Verfassung von 1952: "Die Freie und Hansestadt Hamburg hat als Welthafenstadt eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene, besondere Aufgabe gegenüber dem deutschen Volke zu erfüllen. Sie will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein. Durch Förderung und Lenkung befähigt sie ihre Wirtschaft zur Erfüllung dieser Aufgaben und zur Deckung des wirtschaftlichen Bedarfs aller."
    Die Wirklichkeit sieht anders aus: Bomben, Panzer, Kleinwaffen und Munition, Kernbrennstoffe, Torpedoaufzüge für U-Boote sowie Kriegsschiffe und Ersatzteile gehen über Hamburg in die Welt. Weltweit heizen Rüstungsexporte bewaffnete Konflikte und Kriege an und zwingen Millionen Menschen zur Flucht. Rüstungsriesen wie Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann oder die Lürssen Werften, zu denen auch Blohm und Voss gehört, machen damit Milliarden-Gewinne.
    Das Geschäft mit dem Tod ist zu beenden! Jegliche Rüstungstransporte über den Hamburger Hafen sind zu stoppen! Wir unterstützen die Forderung der Volksinitiative gegen den Transport und Umschlag von Rüstungsgütern über den Hamburger Hafen.
    Ort: St. Pauli Fischmarkt
    Veranstalter: ver.di, Landesbezirk Hamburg - Flugblatt und Plakat zur Kundgebung

 

  • Mittwoch, den 1. September, 18 Uhr, Lesung: Die Flakhelfer – Kindersoldaten im 2. Weltkrieg
    Ort: Gedenkstein an der großen Wiese an der Alster auf der Höhe Schwanenwik
    Veranstalterinnen: Andrea Gottschalk und die Geschichtswerkstatt St. Georg

 

  • Mittwoch, den 8. September, 19-21:30 Uhr (Einlass ab 18:20 Uhr), Gedenkveranstaltung: Vernichtung durch Hunger – 872 Tage Blockade Leningrads 8.9.1941 - 27.1.1944
    Am 8. September 1941, vor 80 Jahren, begann die deutsche Wehrmacht mit der Hungerblockade der Stadt Leningrad, dem heutigen St. Petersburg. Als Deutsche und insbesondere als Hamburger haben wir eine Verantwortung, an dieses Kriegsverbrechen zu erinnern, denn St. Petersburg ist seit 1957 die Partnerstadt von Hamburg.
    Während der Blockade der Stadt durch die deutsche Wehrmacht starben mehr als eine Million Menschen durch Hunger, Erfrieren und Bomben. Dieses Kriegsverbrechen war die größte Katastrophe, die je eine Stadt erlitten hat. Sie war keine „Nebenwirkung“ des Krieges, sondern geplante Vernichtungspolitik durch Hunger im Rahmen des Eroberungskrieges im Osten.
    Nach einem Rückblick auf die Geschichte der Einkesselung Leningrads und die Befreiung der Stadt soll die Erinnerungskultur und -politik in Deutschland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion behandelt werden.
    Edgar Selge liest Auszüge aus der Rede von Daniil Granin vor dem Deutschen Bundestag 2014
    Begrüßung: Mathias Plieninger, IPPNW Hamburg; Referentinnen: Dr. Ulrike Jureit, Historikerin, Hamburger Institut für Sozialforschung; Dr. Ekaterina Makhotina, Historikerin, Universität Bonn; Dr. Alexandra Köhring, Kunsthistorikerin, KZ-Gedenkstätte Neuengamme; Diskussion mit den Referierenden, Moderation: Dr. Lars Pohlmeier, IPPNW-Vorsitzender
    Ort: Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23
    Einlass ab 18:20 Uhr. Bitte kommen Sie rechtzeitig, da pandemiebedingt begrenzte Besucherzahl; bitte Impfnachweis mitbringen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
    Veranstalter: IPPNW Hamburg - Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges  Ärzt*innen in sozialer Verantwortung - Flugblatt und Plakat zur Veranstaltung

 

  • Samstag, 11. September, 15 Uhr, Aktion der TJK-E für die Freiheit von Abdullah Öcalan
    Ort: Sternschanze (Rote Flora)
    Die kurdische Frauenbewegung in Europa (TJK-E) ruft zum 11. September zu europaweiten Aktionen für die Freiheit von Abdullah Öcalan auf. Der kurdische Vordenker und Freiheitsphilosoph wird seit 22 Jahren von der türkischen Regierung in einem System der absoluten Isolation gefangen gehalten. Entsprechende öffentliche Aktionen werden in anderen deutschen Städten und in vielen europäischen Ländern stattfinden.

 

  • Donnerstag, den 16. September, 14 – 20:30 Uhr, Friedenspolitische ver.di-Konferenz: "Friedenspolitik in Zeiten von Klimawandel und Aufrüstung. Gewerkschaftliche Perspektiven und politische Anforderungen"
    Die Veranstaltung findet hybrid statt, also am angegebenen Ort und gleichzeitig online; Ort: DGB-Haus, Musiksaal, Besenbinderhof 5. Die aufgrund der Corona-Beschränkungen vorgegebene maximale Teilnehmerzahl ist bereits erreicht. Anmeldung für die online-Teilnahme: KoMaSys WEB-Anmeldung - Anmeldedaten (verdi.de)
    Als Referenten und Moderatoren werden an der Konferenz u.a. teilnehmen: Lühr Henken und Anne Rieger, Friedensratschlag; Christoph von Lieven, Greenpeace; Hannes Heer, Historiker; Gabriele Krone-Schmalz, Publizistin; Carlo Tombola und Stefano Odoardi, Weapon Watch (Italien): musikalischer Ausklang: Kai Degenhardt.
    Die Veranstaltung richtet sich grundsätzlich an ehrenamtlich aktive ver.di-Mitglieder, es können aber auch interessierte ver.di-Hauptamtliche teilnehmen, die zu friedenspolitischen Themen arbeiten oder entsprechende Arbeitszusammenhänge begleiten.
    Weitere Informationen: Ablauf und Programm der Konferenz

 

  • Samstag, den 18. September, ab 12 Uhr, Rettungskette für Menschenrechte: Grenzen öffnen für Menschen – Grenzen schließen für Waffen! Friedens- und Rettungsbewegung für Menschen in Not gehören zusammen!
    Das Bündnis fordert die universellen Menschenrechte für Geflüchtete ein und den Senat zum Handeln auf, endlich Unterkünfte bereitzustellen und Menschen aufzunehmen, z.B. 1000 Menschen sofort aus Moria.
    Die Volksinitiative gegen Rüstungsexporte aus dem Hamburger Hafen beteiligt sich an der Aktion und gestaltet einen Streckenabschnitt. Treffpunkt: ab 11 Uhr S-Bahn Veddel
    Mehr unter: http://www.rettungskette.eu/de/home/

 

 

 

 

 

Erklärung: Die politischen Aussagen in diesen Veranstaltungshinweisen stammen von den Veranstaltern und werden von uns lediglich dokumentiert. Sie stellen nicht in jedem Fall unsere politische Meinung dar. Das Hamburger Forum haftet nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben.