040 41924700

Demonstration: Nein zum Angriffskrieg gegen Nordostsyrien

19. 10. 2019

Samstag, den 19. Oktober, 15 Uhr, Demonstration: Nein zum Angriffskrieg gegen Nordostsyrien - Solidarität mit Rojava
Ausgangspunkt: S-Sternschanze

Es reden u.a. Bernd Riexinger, Co-Vorstand Die Linke, Antje Möller, MdHB Bündnis 90/Die Grünen, sowie Vertreter des GEW-Landesvorstands, der Seebrücke und des Hamburger Forums. Wir fordern:

  • Sofortigen politischen und wirtschaftlichen Druck durch die Bundesregierung und EU statt verbalen Theaterdonner
  • einen vollständigen und sofortigen Exportstopp von Rüstungsgütern
  • die Beendigung jeglicher militärischer und politischer Zusammenarbeit
  • die Durchsetzung einer Flugverbotszone über Nordsyrien


Seit dem 9. Oktober greift die Türkei die autonome Region Nordostsyrien bzw. Rojava an. Die mehrheitlich von Kurd*innen, aber auch Araber*innen, Suryoye, Ezid*innen, Armenier*innen und Turkmen*innen bewohnte Region zählte in den letzten Jahren zu den friedlichsten Gebieten in dem vom Bürgerkrieg terrorisierten Land. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten große Teile Syriens vom sogenannten Islamischen Staat zurückerobert und dort eine säkulare, multiethnische und basisdemokratische Gesellschaft aufgebaut. Die Befreiung der Frauen ist eine der zentralen Errungenschaften dieses Projektes.
Unter dem Deckmantel der Einrichtung einer "Sicherheitszone" und der Ansiedlung von Geflüchteten plant Erdogan eine ethnische Säuberung immensen Ausmaßes. Dabei bedient er sich islamistischer Milizen, die Kriegsverbrechen wie Plünderungen, Folter und Exekutionen von Kämpfer*innen sowie wehrlosen Zivilist*innen verüben. Die türkische Armee bombardiert zudem systematisch Einrichtungen wie Krankenhäuser und Stadtteile, in denen ausschließlich Zivilist*innen leben.
Erneut wird dieser Krieg auch mit deutschen Waffen wie Leopard-2-Panzern und Mercedes-LKW geführt. Auch deshalb dürfen wir nicht schweigen! Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges und den Selbstverteidigungseinheiten der YPG und YPJ. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden.
Veranstalter: Bündnis zahlreicher Hamburger Gruppen und Initiativen: "Hamburg für Rojava" - Aufruf zur Demonstration

Das Netzwerk Friedenskooperative sammelt Unterschriften unter diesen Appell an Bundesregierung und Bundestag: Für den Stopp der Türkischen Offensive