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Demonstration: Solidarität mit Rojava

12. 10. 2019

Samstag, den 12. Oktober, 15 Uhr, Demonstration: Solidarität mit Rojava
FRIEDEN für Rojava und ganz Syrien - NEIN zum Krieg

Ausgangspunkt: S-Sternschanze
Der Angriff der hochgerüsteten NATO-Armee der Türkei gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien ist völkerrechtswidrig und verstärkt weltweit die Terrorgefahr. Und mit dabei sind Militärlastwagen und Kampfpanzer aus deutscher Produktion!
Tausende Tote und hunderttausende Menschen auf der Flucht können die Folge dieses Angriffs sein. Es droht nicht nur die Besetzung und Zerschlagung Rojavas, sondern auch eine direkte militärische Konfrontation mit den Streitkräften des Assad-Regimes und Russlands.
Der türkische Präsident Erdogan sagt es offen: Er möchte die Volksbefreiungseinheiten YPG/YPJ vertreiben und den gesamten nördlichen Teil Syriens unter seine Kontrolle bringen. Für die türkische Propaganda sind die YPG/YPJ "Terroristen". Tatsächlich haben diese mehrheitlich kurdischen Einheiten den entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Zurückdrängung des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) geleistet.
Die Gründe für den Hass Erdogans auf Rojava und die YPG/YPJ sind andere:
Erstens wird mit dem Angriff der aggressiv-nationalistische Plan der Wiedererrichtung des Osmanischen Reichs umgesetzt, für den die Türkei Teile Syriens und des Irak annektieren möchte - und dies soll zugleich von den innenpolitischen Schwierigkeiten und der Wirtschaftskrise ablenken.
Zweitens fürchten Erdogan und die anderen diktatorischen Regionalmächte das Beispiel einer erfolgreichen demokratischen Selbstverwaltung, eines säkularen Gegenmodells zum Islamismus, einer Gesellschaft, in der die Frauen eine aktive und selbstbewusste Rolle spielen und in der die Rechte von Minderheiten geachtet werden.
Wir fordern:

  • Eine klare Positionierung der deutschen Regierung gegen die Aggression der Türkei und deren Verurteilung im Rahmen der NATO und der UNO
  • Den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte und jeder militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei
  • Ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Rojava und ein Ende der juristischen und polizeilichen Verfolgung der kurdischen Vereine in Deutschland

Veranstalter: Bündnis zahlreicher Hamburger Gruppen und Initiativen: "Hamburg für Rojava" - Aufruf zur Demonstration

Das Netzwerk Friedenskooperative sammelt Unterschriften unter diesen Appell an Bundesregierung und Bundestag: Für den Stopp der Türkischen Offensive